Alltagstest des Audi A3 Hybrid

Um es gleich vorweg zu nehmen, ein Elektroauto oder Plug-In-Hybrid hat bei den Gesamtkosten im Vergleich zu einem Diesel, Benziner, oder Erdgasauto noch immer das Nachsehen. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Investition in diese Technologie richtig und notwendig ist. Bei dem Audi A3 etron ist es da nicht anders, auch wenn es natürlich davon abhängt, wie stark man die elektrische Reichweite in seinem persönlichen Fahrprofil nutzt.

Wie ist die Reichweite im Alltag?

Ich fahre mit unserem Audi A3 etron überwiegend Landstraße, wobei die reine elektrische Leistung laut Herstellerangaben 50 km betragen soll, bevor der Benzinmotor mithelfen muss. In der Realität sind es aber leider nur knapp 31 km und beim Einsatz weiterer Annehmlichkeiten (Sitzheizung, Spiegelheizung…) reduziert sich die Reichweite nochmals um weitere 5 Kilometer.

Tanken?

Selten, sehr selten. Flüsterleise ist der Wagen auch noch. Die Antriebsarbeit teilen sich ein 4-Zylinder Turbobenziner mit 150 PS und ein 75 kW starker Elektromotor. Damit komme ich auf eine Gesamtreichweite von bis zu 900 km, mit täglichen Nachtanken in der Firma und an meiner Ladesäule (oder neudeutsch auch Wallbox genannt) zuhause.

Kurz erklärt:

Beim Plug-In-Hybrid (PHEV) hat das Auto noch einen Stecker an Bord. Zusätzlich zur Aufladung während der Fahrt wird der Akku an einer Wallbox vorgeladen. Der Hybridakku eines PHEV hat viel mehr Kapazität als bei einem normalen Hybriden und nutzt dabei die Lithium-Ionen-Technik. Aus diesem Grund sind diese Fahrzeuge auch deutlich teurer. Wegen dem verbauten vollwertigen Verbrennungsmotor entspricht die Gesamtreichweite eines Hybriden der eines normalen Diesel- oder Benzin-Pkws.

Laut Herstellerangaben verbraucht der Audi 1,5 l Benzin + 11,4 kW Strom/100 km (NEFZ). Das bezieht sich, wie bei allen Plug-In Hybriden, auf eine Fahrt, welche mit einem vollaufgeladenen Akku beginnt.

Im Praxistest bedeutet das bei den aktuellen Preisen von 1,31 €/l Benzin und 0,26 €/kWh Strom: Bei 7 kW Akkuladung kosten 100 Kilometer circa 5,36 €.

Die Stromkosten können jedoch deutlich gesenkt werden, wenn man mittels Eigenstromerzeugungsanlage für 0,10 €/kWh seinen Strom selbst produziert. Ein solches Bauvorhaben plant die Firma LINDIG Fördertechnik GmbH im 1. Quartal in Krauthausen zu realisieren.

Mit diesem Fahrzeug beweist Audi einmal mehr, dem Motto „Vorsprung durch Technik“ gerecht zu werden. Und ganz besonders schätze ich dabei die Möglichkeit, im Winter in ein vorgewärmtes, wohltemperiertes Auto einzusteigen.