News & Mitteilungen

Tatort, Jubiläum & TopJob

Normalerweise haben meine Blogbeiträge nur ein Thema. Heute sind es gleich drei Themen, die mich bewegen.

Fangen wir mit dem an, was gestern Abend war: Franken-Tatort. Grundsätzlich mag ich den aus Nürnberg. Nicht so ein Komödientenstadl (sorry, Weimar!), sondern ein richtiger Krimi. Gestern platzte mir aber wieder mal die Hutschnur. So wie im Oktober 2015, als dieser Blog entstand, da ich mir mit dem Auftakt mal öffentlich Luft machen wollte. In "Ein Tag wie jeder andere" war der Ausgangspunkt der Handlung ein unsympathischer Molkereibesitzer, der bewusst verseuchte Milch in Umlauf brachte und so eine Kettenreaktion in Gang brachte: Vom Tod ungeborenen Lebens bis hin zu einer Mordserie. Damit wir uns nicht falsch verstehen, der Film als solcher war gut gemacht, spannend wie ein Thriller. Lediglich das Thema Unternehmerbild wurde hier wieder auf eine schon widerwärtige Weise in eine Richtung manipuliert, die mich zornig werden lässt. 

Dem reichen Ekelpaket in seiner Villa sind andere Menschenleben egal, für eine mittlere fünfstellige Summe werden auch tote Konsumenten hingenommen. Die tagsüber angetrunkene Ehefrau, die ihren Frust im Alkohol ertränkt gehört genauso dazu, wie die junge und im Vergleich zum Mann optisch deutlich vorteilhaftere Freundin, die zu den Festspielen ausgeführt wird. Richtig steil geht der Drehbuchautor Erol Yesilkaya dann mit den Fragen, ob man denn so wird, wenn man reich ist oder ob man so sein muss, um es zu werden. Ob auch in einer Framing-Studie der ARD in Auftrag gegeben wurde, wie man Unternehmer möglichst fies darstellen kann (anstatt Unternehmertum hierzulande zu fördern), ist nicht bekannt. Das immer höhere Summen verschlingende System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sendet auf diese Weise schlimme Botschaften in die Köpfe der Bevölkerung, die DDR-Propagandasendung "Der schwarze Kanal" hätte es nicht besser gekonnt. Die so geführte Neiddebatte Unternehmer = reich = böse verfehlt ihre negative Wirkung nicht, dies zeigen mittlerweile auch Studien.

 

Dass die Wirklichkeit anders aussieht, zeigen tagtäglich viele Unternehmer, gerade in mittelständischen Familienunternehmen. Ein Beispiel möchte ich heute mit diesem Abschnitt des Blogs besonders ehren. Mein Vater wird heute 75 Jahre alt. Er hat stets sehr hart gearbeitet, schon zu Zeiten der DDR. So wurde aus der alten Hufschmiede ein für damalige Verhältnisse sehr moderner Betrieb. Mit großem Maschinenpark und gefliesten Wänden. Als 1990 die Frage anstand, wie es weiter geht mit dem kleinen Handwerksbetrieb, konnten so die Vertreter der Staplermarke Linde aus Aschaffenburg von der Schaffenskraft der Unternehmerfamilie Lindig überzeugt werden. Meine Eltern verzichteten in den ersten Jahren nach der Wende komplett auf Urlaube, arbeiteten von früh bis spät und legten so den Grundstein für heutige Erfolge. Ich freue mich, dass wir vor wenigen Tagen die Zusage erhielten, den seit Kurzem uns gehörenden Straßenabschnitt im Gewerbegebiet Krauthausen umzubenennen: in Albert-Lindig-Straße.​

Mein Urgroßvater legte 1899 den unternehmerischen Grundstein und mein Vater war emotional berührt, als ich ihm diese Ehrung seines Großvaters symbolisch übergeben konnte. Zu einem kleinen Überraschungsempfang am Nachmittag kamen einige Wegbegleiter von früher, über die sich mein Vater sehr freute. So zum Beispielsweise auch eine Vertreterin der Eisenacher Sommergewinnszunft, die ihm herzlich dafür dankte, was er im Laufe der Jahre für diesen Verein und dessen ehrenamtliche Arbeit getan hat. Die Realität sieht nämlich eher so aus und nicht wie im Tatort. 

Dies beweist auch die am Freitag in Berlin verliehene Auszeichnung TopJob 2019, die wir als einziges Unternehmen aus Thüringen entgegennehmen konnten. Die Auszeichnung nahmen Stefan Keil als operativer Geschäftsführer und Nicolle Seth aus dem Personalteam, mit der 2008 unsere aktive Personalarbeit begann, entgegen. 

Ich danke allen Mitarbeitern, die sich an der damit zusammenhängenden Befragung beteiligt haben und wertvolle Hinweise zu Verbesserungsmöglichkeiten geliefert haben. Ich freue mich darüber, wenn wir als Top-Arbeitgeber in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden und sich viele auf unserer Karriereseite nach Stellenangeboten erkundigen.

Viele Grüße 

Ihr / Euer

Sven Lindig

Treten Sie in Kontakt mit LINDIG

 
Hauptsitz Eisenach
  • LINDIG Fördertechnik GmbH
  • Am Marktrasen 1
  • 99819 Krauthausen
Kontakt