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Das mini-a-thür in Ruhla für die Minis

Spezielle Aktionen oder gar Ausflüge sind für den von mir ausgewählten Kindergarten eine Seltenheit und meist aufgrund des organisatorischen Aufwandes kaum zu stemmen.

Sonst als Assistenz der Geschäftsleitung tätig, übernahm eine unserer Mitarbeiterinnen an ihrem Social Day die Leitung einer Kindergartengruppe für einen Ausflug in das mini-a-thür in Ruhla.

"In dem Kindergarten, den auch mein Sohn besucht, kümmern sich 9 Erzieherinnen um 88 Kinder. Was im Hinblick auf den Personalschlüssel erstmal gut klingt, stellt sich im Alltag leider oft ganz anders dar. Ob Urlaub, Krankheit oder Seminar, meist müssen die Erzieherinnen für andere Kolleginnen einspringen, was die Größe der Gruppen in die Höhe schnellen lässt und eine individuelle Betreuung fast unmöglich macht. Spezielle Aktionen oder gar Ausflüge sind daher eine Seltenheit und meist, mal abgesehen von einer permanenten Unterbesetzung, auch aufgrund des organisatorischen Aufwandes kaum zu stemmen. Aus diesem Anlass habe ich für die Vorschulgruppe einen Ausflug nach Ruhla ins mini-a-thür organisiert.

7:30 Uhr startete mein Tag. Nach einer kurzen Spieleinheit gab es 8:00 Uhr ein gemeinsames Frühstück. Schon hier war ich beeindruckt, wie selbstverständlich und zügig jedes Kind mit Teller, Tasse und Frühstücksdose am Tisch saß. Zu Hause dauert das immer länger?!

Da das Wetter mit 80 % Regenwahrscheinlichkeit nicht auf unserer Seite zu sein schien, war die nächste Herausforderung, dass jedes Kind mit Regensachen, Wanderrucksack und Wechselsachen ausgestattet abmarschbereit war. Dann ging es endlich ab zum Bus. Nach einer dreiviertel Stunde Fahrt kamen wir am Park an. Hier klappte alles reibungslos. Wir schauten uns die Sehenswürdigkeiten unserer Region in Kleinformat an – ich habe gemerkt, wie viel man von der eigenen Heimat selbst gar nicht kennt. Für die Kinder waren vor allem die Attraktionen mit Zügen spannend – hier z. B. auch der Eisenacher Bahnhof. Nach dem Mittagessen konnten die Kids noch auf dem Spielplatz toben, bevor es wieder zurück zum Bus und in den Kindergarten ging. Entgegen der Prognose haben wir nicht einen einzigen Tropfen abbekommen. Die Heimfahrt war aufgrund des fehlenden Mittagsschlafs an diesem Tag deutlich ruhiger als die Hinfahrt. Im Kindergarten angekommen spendierte ich den Kindern zum Abschluss noch ein Eis.

Nach diesem Tag weiß ich die Ruhe an meinem Arbeitsplatz deutlich mehr zu schätzen. Schon vorher hatte ich Respekt vor den Erzieherinnen, diesem Gewusel und der Lautstärke jeden Tag aufs neue Herr zu werden. Die wirklichen Probleme ihrer täglichen Arbeit liegen jedoch vielmehr darin, kaum Zeit zu haben für Kinder mit Lernschwächen, Ernährungseigenheiten oder erhöhtem pädagogischen Bedarf. Dass unsere Kinder trotzdem mit guter Stimmung und Fürsorge eine schöne Kindergartenzeit erleben, ist da fast schon ein Wunder.

Vielen lieben Dank an LINDIG, dass dieser Ausflug nicht zuletzt aufgrund einer zusätzlichen Spende von 250,- € über LINDIGengagiert stattgefunden hat und ich dabei sein konnte."

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