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Das Rosenwunder von Krauthausen

Ich gebe zu, dass der Titel etwas übertrieben klingt. Ein Wunder, wie bei der damaligen Sage um die heilige Elisabeth am Fuß der Eisenacher Wartburg, war es vergleichsweise nicht. Aber verwundert hat es mich schon, am Nachmittag 100 Rosen verteilt zu haben, ohne dies beim Aufstehen zu ahnen.

... Und ein Wortspiel mit dem wunderschönen Ortsnamen Krauthausen hat die Entscheidung für diese Überschrift letztlich leicht gemacht.

Aber nun zur eigentlichen Geschichte: Elisabeth Götze, mir bekannt über die Wirtschaftsjunioren, denen ich altersbedingt nur noch als Fördermitglied beiwohnen darf, bekam 100 rote Rosen geschenkt. Über die Gründe kann spekuliert werden, die Theorien erstrecken sich zwischen Liebesbeweis und megaschlechtem Gewissen einer näherstehenden Person. 

Sie freute sich und wollte sich eigentlich in den folgenden Tagen am Anblick erfreuen. Andererseits- in einigen Tagen sind sie verwelkt. Könnte man nicht mehr damit bewirken? So entschied sie sich spontan für eine Versteigerung auf ihrem privaten Facebook-Account. Der Erlös soll dem Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz zugute kommen. Diese Einrichtung unterstützt unser Unternehmen mittlerweile seit zehn Jahren, es ist unsere Hauptaktivität im sozialen Bereich. Mit den Machern hinter diesem Projekt ist ein freundschaftliches Verhältnis entstanden, der Kapitalbedarf für den Betrieb dieser Einrichtung Jahr für Jahr immens. So fiel mir die Entscheidung leicht, für genau diesen guten Zweck am Morgen des 9. November mitzusteigern. Gegen 9 Uhr dann die Nachricht, dass ich am frühen Nachmittag die Rosen vorbeigebracht bekomme.

Wie verteile ich die nun am sinnvollsten? Ich ließ ermitteln, wieviele Damen an dem Tag in unserer Zentrale anwesend sind. Circa vierzig. Ein Versand an die Niederlassungen erschien nicht sinnvoll, da die Rosen ohne Wasser verwelken. Sorry, liebe Mitarbeiterinnen, die sich außerhalb unserer Zentrale zwischen dem südlichsten Punkt im Raum Stuttgart (HomeOffice) und unserer nördlichsten Niederlassung Wernigerode befinden. Weitere dreißig Rosen nahm ich mit nach Hause, um meine Familie zu überraschen. Und die verbleibenden dreißig Rosen brachte eine Mitarbeiterin mit einem kleinen Abstecher vom Heimweg beim Kinderhospiz vorbei, um die dort befindlichen, schicksalsgeprüften Familien zu erfreuen.

Weshalb ich diese Geschichte zum Thema meines November-Blogs gemacht habe? Vor allem, um auf das Kinderhospiz aufmerksam zu machen. Für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern ist es meist die einzige Möglichkeit, sich vom psychisch wie physisch anstrengenden Pflegealltag zu erholen. Leider sind diese Einrichtungen über Gelder von staatlicher Seite bzw. den Krankenkassen nicht ausreichend versorgt und somit permanent auf Spenden angewiesen. Wenn nun also die Zeit des Schenkens ansteht, denken Sie bitte auch an diejenigen, die ihren größten Wunsch wohl nicht erfüllt bekommen: die Gesundheit ihres Kindes...

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