Job-Rotation

Einen Tag die Arbeit des Kollegen kennenlernen - Diese Möglichkeit bietet LINDIG seinen Mitarbeitern, um über den Tellerrand des eigenen Arbeitsbereiches hinaus schauen zu können.

Next Step - Außendienst

Jobrotation 2.0. - Um einen weiteren Einblick in alle Bereiche zu gewinnen, begleitete Kathleen Achtert auch die Servicetechniker im Außendienst.

In dieser Woche durfte ich gleich zwei Tage einen unserer Servicetechniker im Außendienst begleiten. Erneut bewaffnet mit Arbeitshose und Arbeitsschutzschuhen trat ich meinen Dienst an und Florian Schmidt erwartete mich bereits. Nach einem kurzen Gang in unser Lager, in dem wir einige zuvor bestellte Ersatzteile abholten, saßen wir auch schon im Sprinter und waren unterwegs zu unserem ersten Kunden - eine Speditionsfirma. Dort sind aktuell über 20 Stapler von uns im täglichen Gebrauch.
Wie bei allen anderen Kunden auch, werden alle Fahrzeuge, deren Zustand und vor allem deren Fahrtüchtigkeit regelmäßig überprüft. Aber dazu später mehr Infos. Zunächst mussten bei einem Elektrostapler (hier ein E16) die Räder an der Hinterachse getauscht werden. Die neuen Räder hatten wir zu Beginn des Tages in der Werkstatt abgeholt und in unserem Sprinter verstaut. Da ich in meinen Tagen in der Werkstatt bereits den Radantrieb eines Staplers eingebaut hatte, war diese Aufgabe von mir relativ schnell erledigt. Im Anschluss standen die UVV und die Wartung eines weiteren E16 Gerätes an. Die UVV bezeichnet die Prüfung des gesamten Gerätes nach der Unfallverhütungsvorschrift und betrifft alle gewerblich genutzten Fahrzeuge, ähnlich wie der TÜV bei einem privaten Auto. Florian erklärte mir genau, worauf ich alles achten muss, was typische Verschleißteile sind und was immer bei einer derartigen Überprüfung erneuert werden muss. Zunächst vermerkte ich den genauen Fahrzeugtyp und die Betriebsstunden. Danach erfolgte die genaue Sichtkontrolle aller Bauteile und wir notierten, welche Teile ersetzt werden müssen. Im Anschluss folgte die Überprüfung aller Funktionen in der Fahrerkabine, wie Vorder- & Rücklicht, Scheibenwischer, Hupe etc.. Zu guter Letzt schlossen wir das Diagnosegerät an und überprüften alle aufgezeichneten Fehlermeldungen. Ergebnis: Bestanden! Also konnte die neue Plakette angebracht und die neue Grenze der Betriebsstunden für die nächste Wartung notiert werden.

 

Kaum fertig, klingelte das Telefon von Florian. Das spezielle Anbaugerät eines Staplers bei einem Kunden funktioniert nicht einwandfrei und setzt immer wieder kurz aus. Vier LKWs stehen dort auf dem Hof und warten auf das Beladen durch den Stapler. Jetzt musste es schnell gehen, also rein in das Auto und los geht´s. Dort angekommen, schnappte sich Florian nach einer kurzen Rücksprache mit dem Kunden den Stapler und untersuchte alle Bauteile des Anbaugerätes. Der Fehler war schnell gefunden, lediglich ein Kabel in dem dazugehörigen Stecker hatte sich gelöst und verursachte sozusagen einen Wackelkontakt. Florian befestigte das Kabel ordentlich und ich durfte den Stecker wieder zusammenschrauben und anbringen, während er dem Kunden mitteilen konnte, dass er seinen Stapler sofort funktionstüchtig wieder in den Einsatz nehmen kann. Die Beladung der LKWs konnte dadurch sehr zeitnah erledigt werden.

Am zweiten Tag erwartete uns unter anderem eine ganz besondere Aufgabe: am vergangenen Tag soll ein Stapler gebrannt haben und wir sollen die Aufnahme dessen machen und schauen, welcher Schaden entstanden ist. Der Stapler stand mit ausgebautem Endschalldämpfer auf dem Hof eines Kunden. Nach einem Gespräch mit der Kundin stellte sich heraus, dass der Stapler "lediglich" gequalmt hatte und kein direkter Brand entstanden war. Florian kontrollierte die Batterie und alle vorhandenen Kabel mit dem Resumee, dass alles zum Glück verschont geblieben war. Schnell war auch die Ursache gefunden. Unter dem Endschalldämpfer hatte sich so unglaublich viel Dreck angesammelt, der durch die lange Laufzeit des Staplers und der damit entstehenden Hitze, begonnen haben muss zu qualmen. Nach einer intensiven Reinigung und dem Einbau des Endschalldämpfers konnte der Stapler wieder in Betrieb genommen werden und wir schauten in sehr frohe Augen der Kundin, die schon das Schlimmste befürchtet hatte.

Zwei ganz besondere Tage, an denen ich wieder sehr viel lernen und einen tiefen Einblick in das tägliche Aufgabengebiet anderer Bereiche gewinnen konnte.

Kathleen Achtert

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